Freitag, 3. Juli 2009

DESTINAZIONE VIENNA

Ja, ein Steinbock findet seinen Weg, einen ganz besonders charmanten nämlich. Serena und Sara haben mich nur schief angesehen, wie sich mich mit meinem riesen roten Koffer, dem kleineren beigen Koffer und einer riesigen Longchamp Tasche verabschiedet haben. Ja die Sachen waren nämlich nicht nur riesig, sondern auch ziemlich schwer!

Da Annas Freundin Dagmar den selben Flieger genommen hatte, wie ich, teilten wir uns ein Taxi, was mir nur zu Recht kam mit all dem Zeug, was ich mit mir rumschleppte. Am Flughafen angekommen zitterte ich dann doch ein wenig und überlegte mir einige Strategien. Plan A war es zum Business Schalter zu kommen - da saß ein junger netter Mann, den ich dann einfach lieb anlächeln wollte. Am Schalter für "normale" Passagiere saß eine etwas streng aussehende Dame. Naja, wenn der Plan nicht funktioniert, könnte ich mir vielleicht einen netten Herren aus der Schlange anlächeln, der nur einen kleinen Koffer mithatte. Über diesen Plan B konnte ich mir jedoch nicht weiter Gedanken machen, da Plan A nun aufgehen zu schien. Zumindest standen wir am Business Schalter und Anna hievte meinen roten Riesenkoffer aufs Förderband. Ganz gespannt und zittrig sahen wir auf die Gewichtsanzeige und als plötzlich 30,8 kg erschien, sah ich den feschen Typen ganz nett und mit meinem schönsten Grinser an und hoffte. "30 kg aha, sie wissen, wie viel Kilos man normal mitnehmen darf?" "ehm, ja aber ich hab hier 4 Monate gewohnt? *GRINS*" Naja, so ganz überzeugt war er noch nicht, aber ich glaub da ließe sich was machen, gut andere Taktik :"und außerdem bin ich so schlank?" Dass ich 5 Kilo zugenommen hatte konnte ich ja mittlerweile gut verstecken... Ja, er lachte, diese Taktik hatte funktioniert. "Nagut, meinte er, aber nur weil du so sympathisch bist." Mein Grinser wurde natürlich noch 5 Mal größer. Als Dagmar den Koffer aufs Förderband stellte, fragte er mich, ob meine Freundin denn auch so schlank sei? War aber eh nicht notwendig, ihr Koffer wog "nur" 24 kg. Schnell liefen wir davon, bevor die Madame daneben, die dem netten jungen Herren schon böse Blicke zuwarf, vielleicht irgendwie intrigieren konnte.

Gut, erste Hürde geschafft. Dass ich jetzt noch zwei Riesen Handgepäckstücke mit mir herumschleppte würde ich schon irgendwie vertuschen können. Naja, zumindest fast. Mein beiger Trolli war etwas zu groß für die Fächer über den Sitzen, weshalb er runter ins Flugzeug musste, gemeinsam mit dem bösen Blick einer Stewardess, die meinte er sei nicht nur zu groß, sondern auch zu schwer, 6 kg dürfte ich mitnehmen. "Ups, wenn die wüsste, dass ich noch eine andere riesige Reisetasche unterm Sitz versteckte..."

Ich war jedenfalls stolz so viel Gepäck ohne Mehrkosten nach Wien zu transportieren und freute mich schon auf meine Ankunft, wo meine Mami schon auf mich wartete. Zu Hause bekam ich auch noch einen selbsgebackenen Schokoladekuchen und ganz viel Liebe von meinen Katzis....

Mittwoch, 1. Juli 2009

ARRIVEDERCI ROMA!

Ja einen Tag hatte ich ja noch nachdem die Colleen abgereist war. Den hab ich erstmals damit verbracht ein wenig zu schlafen, über die letzten 4 Monate zu sinnieren, aber vor allem damit meine Koffer zu packen, was sich als gar nicht so leicht herausstellte, wie ich mir das anfangs dachte...aber diese Geschichte, und wie ich mein Gepäck schlussendlich nach Wien gebracht hab, erzähl ich im nächsten Eintrag...

An meinem letzten Abend in Rom, hab ich noch ein Mal alle meine Freunde auf die Piazza Santa Maria in Trastevere eingeladen, um Abschied zu feiern. Wir haben Wein und Limoncello mitgebracht, Pizza von Dar Poeata mitgenommen (Nutella Pizza war einfach ein Muss !), getrascht, gelacht und gefeiert! Schön wars!











Trotz der riesigen Freude auf Wien, hatte ich beim Schlafen gehen dann doch ein flaues Gefühl im Magen, die Stadt am nächsten Tag wieder verlassen zu müssen, war sie doch schon irgendwie ein Teil von mir und ich ein Teil von ihr geworden. Das flaue Gefühl im Magen wurde in der früh jedoch noch verstärkt durch die Panik, wie ich meine ganzen Gepäckstücke ins Flugzeug bringe, ohne Aufzahlen zu müssen... Naja, ein Steinbock findet seinen Weg ;)


Dienstag, 30. Juni 2009

DUE CAPRICORNI

In meinen letzten römischen Tagen kam mich noch mein Steinbock Zwilling Colleen in Rom besuchen. Für mich idealer Zeitpunkt, mich ein letztes Mal noch allen Sehenswürdigkeiten zu widmen und vorübergehend Abschied zu nehmen von einer Stadt, um die sich die letzten 4 Monate mein Leben drehte. Dabei ritten wir am ersten Vormittag ein wenig auf den Löwen der Brunnen des Piazza des Popolos, steckte unsere Füße sogar in das Wasser des Brunnens (was für ein Lebensgefühl!!), genossen den Blick vom Pincio, erklimmten die spanische Treppe, tummelten durch die Gässchen hin zum Trevi Brunnen, hinauf zum Quirinale vorbei an den 4 Brunnen der Via delle 4 fontane und wieder hinunter zum "Schnuckel im Wasser" , wie ich den Tritonbrunnen getauft habe.

















Nach einem guten Mittagessen zu Hause ging es dann auf zu Teil 2 der Innenstadt, also dem westlichen Teil des Zentrums, wo wir nach einem Blick auf das mächtige Pantheon, auf der Piazza Navona kleine Bilder der unzähligen Mahler kauften, vorbei am Campo dei Fiori in Richtung Trastevere. Auf meiner Lieblingsbrücke Ponte Sisto genossen wir den traumhaften Ausblick auf die berühmte und wohl meistfotografierteste Kuppel des Petersdoms, um uns dann bei der besten Pizza Roms von den Gehstrapazen zu erholen. Die beste Pizza Roms gibt es übrigens bei "Dar Poeta", gleichermaßen beliebt bei Touristen als auch bei Einwohnern und vorübergehenden Einwohnern, so wie mir! Highlight ist dabei die Calzone mit Nutella und Ricotta! Als diese uns serviert wurde, sprangen den Engländern, die neben uns am Tisch saßen die Augen aus. Sie holten ihren Reiseführer raus, und erklärten uns, die Pizzeria sei vor allem bekannt für den besonders kalorienarmen Teig! Ja, dann könnten wir doch gleich eine zweite Nutella Pizza bestellen, wenn das so ist! Statt einer zweiten Nutella Pizza gönnten wir uns aber einen Schokoshot, sowie einen Sgroppino mit Limone. In einer absolut authentischen römischen Bar mit Pflichteinrichtungsstück Fernseher, der offenbar nur den Fußballkanal kennt, hat mir Esther nämlich eine besondere Köstlichkeit ans Herz gelegt. Zitroneneis mit Vodka in einem Plastikbecher zum Löffeln.

















An Tag zwei standen Vatikan sowie Engelsburg am Programm. Trotz meiner Aversion gegen den Aufstieg zur Kuppel des Petersdoms, beschlossen wir den Aufstieg zu wagen. Im Gegensatz zu den 2 oder 3 Stunden, welche ich mit dem Laurids hinaufbrauchte, war ich mit der Colleen in ca. 25 Minuten oben, da wir uns nur ein paar Minuten anstellen mussten. Den berühmten Postkartenblick angeschaut, um dann wieder hinuntern zu gehen, ein paar der jungen knackigen Schweizer zu begutachten, und noch 3 Postkarten mit den soeben bekommenen Eindrücke mit vatikanischer Briefmarke zu verschicken.

Dann haben wir uns noch die Engelsburg angesehen oder sagen wir lieber "Castel Sant'Angelo", klingt viel besser find ich, um dann zu Hause belohnt zu werden mit selbsgebackener Pizza von Sara, dem Mädel, der mein Zimmer gehört; die ist nämlich schon von ihrem Auslandssemester zurückgekommen.













































Tag 3 haben wir uns dann den archäologischen Sehenswürdigkeiten der Stadt gewidmet, also Kolosseum, Via dei Fori Imperiali, den Kapitol hinauf, wo ich zum ersten Mal die Wölfin mit Romus und Remulus gesehen hab (zwar nicht die echte, aber immerhin dochBocca della Verità und Circo Massimo. Am Abend waren wir mit Esther und Melanie in einem Aperitivo Lokal, danach im Palazzo del freddo, Roms ältesten Eisgeschäft und zum Abschluss einen Sprung in San Lorenzo.




















Ja und Sonntag früh ist die Colleen dann abgereist und ich hatte noch einen letzten Tag für mich ganz allein in der ewigen Stadt...